>Oktober bis November 2020
twittering machine
Positionen junger Bildhauer*innen aus Deutschland

Die Bildhauerei hat in früheren Zeiten höchsten körperlichen Einsatz erfordert: Behauen, Wegnehmen, Formen und Gießen – das alles sind Prozesse, die eng in Verbindung mit Körper und Material stehen. Wie haben sich diese grundlegenden Parameter für junge Bildhauer*innen in der Gegenwart geändert? Die Burg Galerie im Volksparkt stellt sich mit der Ausstellung twittering machine der Frage, was es heute bedeutet, dreidimensional zu arbeiten und zu denken. In der Präsentation vom 14. Oktober bis 8. November werden bildhauerische Arbeiten von 14 jungen Künstler*innen gezeigt, die durch ihre besondere Qualität und ihren ungewöhnlichen Umgang mit Form, Material und Raum überzeugen und die dazu anregen, die Bildhauerei als Medium in der Gegenwartskunst zu befragen. Welche neuen Verfahren und Materialien sind in der zeitgenössischen bildhauerischen Praxis hinzugekommen, welche wurden abgelöst oder aktualisiert?

Mit dem Ausstellungstitel twittering machine wird in Anlehnung an Paul Klees Aquarell Zwitschermaschine (1922) auf das Verhältnis von Mensch und Maschine, von Realem und Imaginärem und auf die Rolle von Erfindungen angespielt. Die Übersetzung ins Englische erlaubt eine weitere Assoziation: Rund 100 Jahre später hat ein Gerät, mit dem man nicht nur twittern kann, unser Verhältnis von Raum und Zeit auf den Kopf gestellt.
In einer solchen Welt suchen Bildhauer*innen – so wird es auch Thema in der Ausstellung – neue Formen und stellen zugleich vieles auf den Prüfstand: Stützsysteme, Apparaturen mit Steuerung, Messtechniken, Schnittmuster, aber auch architektonische Einbauten oder ikonische Vorbilder. Es entstehen Objekte zwischen Wesen und Gerät, zwischen Dauer und Flüchtigkeit, mit Referenzen zu unserem Alltag und zu unserer Hybris.
Die Ausstellung twittering machine sollte ursprünglich zeitgleich zur Ausstellung Hannah Schneider – Dancing in a Curtain. Präsentation des Gustav-Weidanz-Preises für Plastik 2019 im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) zu sehen sein. Dies konnte coronabedingt nicht realisiert werden.

Ausstellende: Kristina Berning (Berlin), Sarel Debrand-Passard (Münster), Laura Franzmann (Hamburg), Leo Heinik (München), Lukas Hoffmann und Emanuel Guarasco (München), Lisa Kottkamp (Leipzig), Jana Mertens (Halle (Saale)), Paul Schuseil (Mainz), Laura Sigrüner (Hamburg), Johannes Hugo Stoll (Stuttgart), Joshua James Zielinski (Berlin), Claudia Piepenbrock (Bremen), René Weisbrich (Halle (Saale))

 

twittering machine – Positionen junger Bildhauer*innen aus Deutschland


Ausstellungsdauer:
14. Oktober bis 8. November 2020
Livestream aus der Ausstellung mit allen anwesenden Künstler*innen: Dienstag, 13. Oktober 2020, 17.30 Uhr auf www.burg-halle.de/galerie, ab 19 Uhr ist die Ausstellung an dem Abend zudem geöffnet.


Presserundgang: Dienstag, 13. Oktober 2020, 11 Uhr
Ort: Burg Galerie im Volkspark, Schleifweg 8a, 06114 Halle (Saale)
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag, 14 bis 19 Uhr
Eintritt: Der Eintritt ist kostenfrei. Eine Anmeldung vorab ist nicht notwendig. Besucher*innen müssen eine Mund-Nase-Bedeckung tragen.
Kurator*innen: Dr. Jule Reuter, Kuratorin, Burg Galerie am Volkspark, in Zusammenarbeit mit Gala Goebel, Susanne Henny Kolp, Stefan Hurtig, Susanne Weiß und Rolf Wicker


Weitere Informationen: www.burg-halle.de/galerie
Social Media: Die BURG kommuniziert die Ausstellung in den sozialen Medien mit den Hashtags #BurgHalle und #twitteringmachine